Monatsarchiv für Dezember 2009

 
 

Susanna Kulli; Du selbst

Und nicht nur Du selbst, auch Deine Familie und Deine Freunde müssen sich damit abfinden, daß Du jemand bist, der in allem anders ist als sie selbst. Ich bin in Deinem Fall bereit dazu und verlange von Dir nur eins: Ehrlichkeit. Und nun spreche ich nicht mehr als untreuer oder gekränkter Ehemann zu Dir, sondern als Vater unserer Kinder. Ich schätze, daß Du,
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Barbara Roth; Mit dem Neid

Mit dem Neid, der mit dem Erfolg kommt, und mit der hysterischen Verzückung, die ihn einkreist und ihm das Hemd vom Körper reißt und einen Götzen aus ihm macht, dem man am liebsten auch noch ein Büschel
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Charles Aubry; vor Publikum

Ein Baum kann nicht sagen: ich möchte eine Blume, und ein Löwe: ich möchte ein Kätzchen sein - und so kann auch niemand sagen: ich möchte Künstler werden. Wer aber zum Künstler bestimmt ist, dem bleibt nur eins: sich damit abzufinden. Mit den Ängsten vor Publikum und Kritik,
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Sabine Knust; Künstler

Und schon bevor mir das von diesem unsympathischen Anwalt bestätigt wurde, wußte ich, daß der Grund, daß Du die Kinder und mich verlassen hattest, kein anderer war als der, Dein Glück beim Theater zu suchen. Es wäre töricht, wenn ich als Künstler
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Jordan Doner; Geduld

Trotzdem wirst Du mir zugestehen, daß ich die Lage mit wesentlich mehr Geduld und Fassung ertrug als Du. Oft hatte ich sogar das Gefühl, daß Du Schwierigkeiten ersehntest, weil sie Dir einen Grund gaben, Deiner heimlichen Sehnsucht nach Theater und Schauspielerei nachzugeben.
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John Greer; Belastung

Letzten Endes haben wir Kinder, die ich genauso liebe wie Du (oder mehr?) und auf die ich auf keinen Fall verzichten will. Ich weiß, daß die vier Jahre mit mir nicht leicht für Dich waren. Aber hast Du einmal darüber nachgedacht, welche Belastung es für mich war, zu dem siebzehnjähri­gen Kind,
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Joerg Doering; Der Besuch

bevor ich im Sommer hierher fuhr, um zu malen und anschließend eine Ausstellung in der Galerie Gnaden-hjelm vorzubereiten, hatte ich in Bremen zweimal den Besuch eines Anwaltes, der einen Herrn Widmer aus Zürich vertrat und behauptete, daß Du diesen Herrn als
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Claudio Ethos; Erkenntnis

Aber daran liegt es nicht, daß ich in dieser Nacht nicht schlafen kann. Es liegt an der Erkenntnis, in letzter Minute den bequemen Weg verlassen zu haben und mich kräftig genug zu fühlen, mit den Hürden und Hindernissen fertig zu werden, die mich auf dem anderen erwarten.
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Bridgette Mayer; Hinter Milchglas

Neben dem Stationsgebäude schwimmen an einem dreistöcki­gen Haus hinter Milchglas die Worte „Albergo”. Der Wagen hält. Ich steige aus, versuche zu lächeln. Der Obsthändler nimmt mein Gesicht zwischen seine schwie­ligen Hände, streicht mir scheu über die Haare und sagt: „Benedetta.”
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Egoistische Gedanken

Für mich schon, aber das weiß der Mann ja nicht. Berechnende und egoistische Gedanken wie diese hatte es bisher nicht für mich gegeben. Wenn auch verlegen und widerwillig - ich gab ihnen nach. Geld bedeutet Unabhängigkeit,
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